Aktuelles

Viele Menschen spüren in dieser Zeit der Corona-Krise, dass weltweit ein neues Bewusstsein gewonnen werden muss, weg von egoistischen Bestrebungen für den Einzelnen oder nur für ein Land hin zu gemeinsamer Verantwortung für alle. Kann Religion dazu einen Beitrag leisten?

Die Notwendigkeit einer universalen geistig-moralischen Ausrichtung

Wir leben gerade im Zeitalter der Coronakrise – was verändert sich für jeden von uns während und nach dieser Phase? Diese Krise hat uns klar vor Augen geführt, dass die Menschen und Völker der Welt miteinander verbunden sind. Was bedeutet diese Erkenntnis für jeden von uns?
Das hier entworfene Programm soll all jenen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen wollen als Plattform dienen, um sich mit Gedanken einer neuen Weltordnung vertraut zu machen und eigene Ansichten einzubringen.

Um an den kostenlosen Sessions teilzunehmen: bitte auf den jeweiligen Link klicken und in den Zoom Raum eintreten.

Textlesungen – aus den Schriften aller Weltreligionen

Auf den ersten Blick sehen wir die verschiedenen Religionen oft als unvereinbar und widersprüchlich an. Sind ihre Lehren, ihre Kernaussagen wirklich so verschieden? Ist es möglich, Gemeinsamkeiten zu entdecken? Gibt es einen gemeinsamen Glauben, der uns allen Zukunftsvision und weltumspannendes Bewusstsein schenkt?

Durch die Ausgangsbeschränkungen wird uns Zeit geschenkt, die wir nutzen wollen, Texte aus verschiedenen Religionen zu lesen und darüber nachzudenken. Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen. Wir tauschen uns respektvoll aus und suchen gemeinsam nach neuen Erkenntnissen. Eine spannende Reise! Machen Sie mit!

Themen: Gebet und Meditation / Kraft des Glaubens / Verantwortung

09:00 – 10:00 Uhr

Di – 07.04.2020

Mi – 08.04.2020

Do -09.04.2020

Zoom Link zur Veranstaltung: Join Zoom Meeting

Meeting ID: 452 132 957

Password: 460723

 


Am 25. Februar 2020, nach Sonnenuntergang, treten wir in eine besondere Reihe von Tagen ein, die Zeit der „Ayyám-i-Há“.

Ayyám-i-Há

Die Tage der Ayyám-i-Há beginnen dieses Jahr am Abend des 25. Februar und enden am 29. Februar bei Sonnenuntergang. Über diese Zeit schreibt Bahá’u’lláh:

»Das Volk Bahás sollte während dieser Tage sich, den Verwandten und auch den Armen und Bedürftigen Festmahle bereiten, den Herrn mit jubelnder Freude preisen und verherrlichen, Sein Lob singen und Seinen Namen erhöhen.«

Aber was ist eigentlich die Bedeutung der Tage von Ayyám-i-Há? Vielleicht hilft der Rückgriff auf die Geschichte unseres Glaubens, ihre Bedeutung und Position besser zu verstehen und seinen einzigartigen Geist zu schätzen, jeder Versuchung zu widerstehen, es zu einem „Karnevalsäquivalent“ zu machen, und einige seiner schönen und mystischen symbolischen Bedeutungen zu entdecken.

Der Báb übernahm diese Namen in der gleichen Reihenfolge für die 19 Kalendermonate („Glanz“, „Herrschaft“, „Hoheit“, „Ergebenheit“, „Ruhm“, „Schönheit“, „Größe“, „Licht“, „Erbarmen“, „Worte“, „Vollkommenheit“, „Namen“, „Würde“, „Wille“, „Wissen“, „Macht“, „Sprache“, „Fragen“, „Ehre“). Später setzte Bahá’u’lláh fest, dass der Kalender auf das Jahr 1844 zurückgeht (das Jahr der Erklärung des Báb).

Interessanterweise sind die Tage der Woche im Badí-Kalender (der Kalender der Bahá’í-Religion) auch nach den Eigenschaften Gottes benannt. Wie in Seinem Gebet für Ayyám-i-Há stellt Bahá’u’lláh diese „Tage des Gebens“ der „Zeit der Enthaltsamkeit“, also des Fastens, gegenüber. Ayyám-i-Há ist unter anderem als geistige Vorbereitung auf das Fasten gedacht, als Erinnerung an seine Annäherung und als Weg, die Loslösung von materiellen Dingen zu fördern, welche für das Fasten so notwendig sind. Im Anfang eines Gebetes Bahá’u’lláhs lesen wir dazu:

»O Gott, mein Feuer und mein Licht! Die Tage, die Du in Deinem Buche die Ayyám-i-Há nanntest, haben begonnen, o Du König aller Namen, und die Fasten nahen heran, deren Einhaltung Deine erhabenste Feder allen zur Pflicht gemacht, die im Reiche Deiner Schöpfung sind. Ich flehe Dich an, o mein Herr, bei diesen Tagen und bei allen, die sich während dieser Zeit an das Seil Deiner Gebote klammern und den Griff Deiner Vorschriften halten, gib, dass jeder Seele im Umkreis Deines Hofes ein Platz bestimmt sei, ein Sitz bei der Offenbarung des Strahlenglanzes Deines Antlitzes.«

Die mystische Bedeutung

Nach dem Kitab-i-Aqdas sind die Ayyám-i-Há die „Tage des (Buchstaben) Há“, der als heiliger Buchstabe und Träger der „Essenz Gottes“ gesehen wird. „Há“ ist der arabische Buchstabe, welcher dem deutschen „H“ entspricht, und einer der drei arabischen Buchstaben, die das Wort „Bahá“ bilden. Sowohl Bahá’u’lláh als auch der Báb folgten der arabischen Tradition, Buchstaben Zahlen zuzuordnen und beiden spirituelle Bedeutungen zu geben. Der numerische Wert von „Há“ ist 5, die Summe der numerischen Werte der Buchstaben in „Báb“ und die maximale Anzahl der Tage von Ayyám-i-Há ist auch 5.

Aber es stellt sich heraus, dass der Buchstabe „Há“ viele interessante Symbole in sich birgt.

„Há“ ist auch der erste Buchstabe eines arabischen Pronomens, das üblicherweise in arabischen religiösen Schriften verwendet wird, um sich auf Gott oder „die göttliche Essenz“ zu beziehen. Der Buchstabe „Há“ selbst wurde als Symbol für die „Essenz Gottes“ verwendet und wurde zum Gegenstand vieler Werke auf Arabisch, die sich der Entschlüsselung ihrer Geheimnisse widmeten.

So kann Ayyám-i-Há als die Tage jenseits der Zeit betrachtet werden, als Tage, welche die Ewigkeit, Unendlichkeit und die geheimnisvolle und unerkennbare Essenz Gottes selbst symbolisieren. Die Kontemplation über die Namen und Eigenschaften Gottes hilft uns unser Fest, die Tage von Ayyám-i-Há, noch viel reicher zu machen,

»den Herrn mit jubelnder Freude zu preisen und zu verherrlichen, Sein Lob zu singen und Seinen Namen zu erhöhen.«

Dieses Thema ist ziemlich umfangreich und dieser Artikel hat nicht das Ziel, es weiter zu entwickeln. Es sollte jedoch jeden von uns anregen über den Begriff „Bahá’í-Kultur“ und seine Bestandteile nachzudenken.

 


Menschenrechtsbeauftragte Kofler zu Diskriminierung gegen Bahá’í

Anlässlich aktueller Meldungen über eine Änderung im iranischen Antragsformular für Personalausweise, das Antragstellung nur noch für in Iran anerkannte Religionen vorsieht, erklärte die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, heute (31.01.):

In den letzten Tagen erreichen mich äußerst besorgniserregende Nachrichten aus Iran: Die neuen Regelungen für iranische Personalausweise bedeuten einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechte der Baha’i und anderer religiöser Minderheiten in Iran. Eine Antragstellung ist zukünftig nur noch für die in Iran anerkannten Religionen vorgesehen. Um den Personalausweis zu erhalten, müssen Angehörige religiöser Minderheiten ihre religiöse Identität verleugnen. Ohne Personalausweis können sie weder Immobilien erwerben noch einen Reisepass oder Führerschein beantragen.

Die massive Diskriminierung der Bahá’i und anderer religiöser Minderheiten aufgrund ihres Glaubens muss endlich ein Ende haben! Iran missachtet das Recht auf Religionsfreiheit, zu dessen Schutz und Achtung sich Iran mit der Unterzeichnung des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte verpflichtet hat.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/kofler-bahai/2298380

 


200-Jahr-Feier zur Geburt des Báb – Termine zum Kennenlernen in Nürnberg

Weltweit feiern die Bahá’ís derzeit die „Zwillingsgeburtstage“ des Báb und von Bahá’u’lláh, insbesondere anläßlich des 200. Jahrestages der Geburt des Báb. Im Anschluss an unsere wunderbare Feier hier in Nürnberg vom 28. Oktober – wer die Bahá’ís in Nürnberg einmal näher kennenlernen möchte, hat folgende Gelegenheiten dazu:

So, 3. Nov 2019, 10:00

Texte aus den Bahá’í-Schriften zur Erfrischung der Seele – mit Gesprächen
AWO Rennweg, Ludwig-Feuerbach-Str. 2

Fr, 8. Nov 2019, 19:30

Filmvorführung „Aufgang des Lichts‟
AWOthek, Karl-Bröger-Str. 9

So, 17. Nov 2019, 10:00

Texte aus den Bahá’í-Schriften zur Erfrischung der Seele – mit Gesprächen
AWO Rennweg, Ludwig-Feuerbach-Str. 2

So, 24. Nov 2019, 10:00

Texte aus den Bahá’í-Schriften zur Erfrischung der Seele – mit Gesprächen
AWO Rennweg, Ludwig-Feuerbach-Str. 2

Ein herzliches Willkommen schon mal im voraus!

Hier noch ein Einblick darüber, wie sich die Feierlichkeiten Zeitzone um Zeitzone wie ein Lichtermeer über Australien, Asien, Afrika, Europa und Amerika ausbreiten, stets der Rotation der Erde nach Westen folgend…

 

 


200-Jahr-Feier zur Geburt des Báb – Einladung an alle Neugierigen und Freunde der Bahá’ís

Anlässlich des bevorstehenden 200. Jahrestages der Geburt des Báb möchte die Bahá’í-Gemeinde Nürnberg alle Neugierigen und Freunde der Bahá’ís allerherzlichst zur Feier dieses für uns so bedeutsamen Ereignisses einladen!

In einem Programm bestehend aus Musik, kleinen Theateraufführungen, Erzählungen und Lesungen wird dem von Heldentum und Mysterien geprägten dramatischen Leben des Herolds der Bahá’í-Religion gedacht.

Zeit: 28. Oktober 2019 (Mo)

Einlass ab 18:30, Beginn um 19:00

Ort: Kulturwerkstatt Auf AEG, Großer Saal Fürther Str. 244d, 90403 Nürnberg

Link zur Einladung

Informationen zum Hintergrund der Feier 

 


Plakatwandaktion zu „25 Jahren Straße der Menschenrechte“

Die Nürnberger Bahá’í-Gemeinde hat bei dieser Aktion in Kooperation mit dem Menschrechtsbüro der Stadt Nürnberg ein Plakat beigesteuert, das vom 23. Okt – 1. Nov 2018 in Mögeldorf zu bewundern war (im Film zu sehen bei 05:18).

 


Lichtworte zur Ausstellung „YRWŠLM – 24h Jerusalem“

Der Rat der Religionen in Nürnberg, gegründet 2016 unter Beteiligung der Nürnberger Bahá’í-Gemeinde, stellte vom 17. Nov – 2. Dez 2018 dieser Kunstinstallation drei exponierte, religiöse Räume in Nürnberg zur Verfügung: Die Kirche St. Egidien, die Eyüp-Sultan-Moschee und die Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde.  Die Installation „YRWŠLM“ zeichnete auf diese Weise eine „Lichtachse“ quer durch die Stadt Nürnberg und lud somit dazu ein, den Raum und die Rolle von Religion im Kontext einer säkularen und multireligiösen Stadtgesellschaft zu thematisieren.

Der Hintergrund zur  Ausstellung aus Sicht der Künstlerin Dana Greiner: „Am 21.06, also am Tag der Sommersonnenwende, wurde das Licht der Altstadt von Jerusalem mit Hilfe eines erweitertem Micro Controllers und Photoresistoren gespeichert, um es in Form einer Lichtinstallation in einer Synagoge, einer Moschee und einer Kirche zeitgleich wieder abzugeben. Die Arbeit „yrwšlm“ nutzt hierbei die Bedeutung des Lichts als existentiellen Moment aller Menschen, als Symbol der Gleichheit und der Besinnung auf die Gemeinsamkeiten. Die parallele und synchrone Ausstrahlung des Lichts über den Zeitraum von drei Wochen legt die Betonung auf ihren gemeinsamen Ursprung. Die Arbeit soll die Gleichheit, sowohl des religiös abrahamitischen, als auch des rein menschlichen Aspekts, dass die Sonne gleichsam auf uns alle herabstrahlt, sichtbar machen.“

Der Beitrag der Bahá’í-Gemeinde von Fr. Yasmin Aslan ist zu sehen ab 11:33

 

Interessiert? Alle Aktivitäten finden Sie hier: kalender

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