Angriffe im Jemen und im Iran fallen mit 200-Jahr-Feier zusammen

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Angriffe im Jemen und im Iran fallen mit 200-Jahr-Feier zusammen

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Angriffe im Jemen und im Iran fallen mit 200-Jahr-Feier zusammen

Montag, 30.10.2017

Akram Ayyash (links) wurde am 22. Oktober verhaftet. Walid Ayyash (rechts) wurde im April 2017 entführt.

BIC NEW YORK - Jemenitische Sicherheitskräfte durchsuchten gestern eine Bahá'í-Versammlung in Sanaa und eröffneten das Feuer auf die kleine Gruppe von Menschen, die versammelt waren, um des 200. Jahrestages der Geburt Bahá'u'lláhs zu gedenken.

Der Anschlag ereignete sich im Familienhaus des prominenten Stammesführers Walid Ayyash, der im April entführt wurde und dessen Aufenthaltsort derzeit unbekannt ist. Die Angreifer sollen sich in vier Autos und einem gepanzerten Fahrzeug befunden haben, mit dem sie die Eingangstür des Hauses zerstört hatten. Sie verhafteten Herrn Ayyashs Bruder, Akram Ayyash.

"Es besteht jetzt ein eindeutiger Konsens über die Rolle des Iran bei der Verfolgung der Bahá'í im Jemen, insbesondere in Sanaa, die derzeit von iranisch unterstützten Milizen kontrolliert wird", sagte Bani Dugal, Hauptvertreterin der Internationalen Bahá'í-Gemeinde bei den Vereinten Nationen. Die Verfolgung nahm im August 2016 zu, als Huthi-Milizen 65 Personen entführten, die an Bahá'í-Aktivitäten teilnahmen, darunter sechs Kinder. Etwa die Hälfte der Festgenommenen waren Bahá'í. Im April dieses Jahres wurde erneut ein Aufruf zur Festnahme von mehr als 25 Bahá'í gemacht, darunter viele prominente Mitglieder der Bahá'í-Gemeinde, die bei der Organisation von Gemeindeangelegenheiten auf nationaler Ebene behilflich sind.

Acht Bahá'í sind derzeit in Haft und es ist unklar, wo einige von ihnen festgehalten werden. Die Festnahmen von Bahá'í im Jemen haben internationale Kritik ausgelöst und im September dieses Jahres zu einer Resolution der Vereinten Nationen geführt, die von Ägypten im Namen der Arab Group eingebracht und vom UNO-Menschenrechtsrat verabschiedet wurde. Sie forderten die sofortige Freilassung aller Bahá'í-Häftlinge.

Anfang diesen Jahres sagte der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Glaubensfreiheit, Ahmed Shaheed, dass das Muster der Verfolgung der Bahá'í im Jemen, das Muster der Verfolgung im Iran widerspiegelt.

Die Bahá'í-Gemeinde wurde auch während der Zweihundertjahrfeier im Iran angegriffen. Zwischen dem 18. und 21. Oktober wurden in Kermanshah, Teheran und Birjand etwa 19 Personen verhaftet und die Häuser von 25 Bahá'í durchsucht. 26 von Bahá'í betriebene Geschäfte im ganzen Land wurden von den Behörden abgeriegelt, weil die Eigentümer den Heiligen Tag am 21. Oktober begangen. 

Diese Schließungen traten in Shiraz, Marvdasht, Gorgan und Gonbad auf. "Die Gegenüberstellung dieser Aktionen mit den unzähligen Beispielen fröhlicher und erhebender Feiern von Bahá'í-Gemeinschaften auf der ganzen Welt könnte nicht auffälliger sein. Dieser Gegensatz entlarvt die rücksichtslose Entschlossenheit bestimmter Autoritäten im Iran, die Verfolgung der Bahá'í fortzusetzen und ihre grundlegenden Menschenrechte sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iran zu verletzen ", sagte Frau Dugal.

(Übersetzung eines Berichts des Bahá'í World News Service)

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