Bahá'í-Feiertage

Kalender und Neunzehntagefest

News

14. Mai 2017

Menschenrechtsbeauftragte zur Inhaftierung von Bahá’i in Iran

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, fordert "die iranische Justiz ...

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29. Oktober 2016

Rat der Religion in Nürnberg gegründet

Einsatz für Toleranz und Völkerverständigung

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Der Bahá’í-Kalender

Wie in anderen Weltreligionen gibt es auch in der Bahá’í-Religion einen eigenen Kalender. Die Bahá’í-Zeitrechnung beginnt 1844, als der Báb, der Vorläufer Bahá’u’lláhs, erstmals seine Botschaft verkündete. Der Bahá’í-Kalender basiert auf dem Sonnenjahr mit 365 Tagen und ist in 19 Monate zu je 19 Tagen (=361 Tage) aufgeteilt; alle Monate sind somit gleich lang. Um das Jahr auf 365 Tage zu vervollständigen, werden zwischen dem 18. und 19. Monat vier (im Schaltjahr fünf) Tage eingeschoben, „Ayyám-i-Há“ genannt. Die Tag- und Nachtgleiche um den 21. März markiert den Jahresanfang und wird mit einem großen Neujahrsfest (Naw-Rúz) gefeiert. Die Woche besteht aus sieben Tagen. Ein Tag beginnt bei Sonnenuntergang und endet mit dem des folgenden Tages.

Bahá’í-Feiertage

Im Bahá’í-Jahreslauf gibt es neun Heilige Tage. An diesen Tagen gilt allgemeine Arbeitsruhe. Alle sollen sich „miteinander freuen, allgemeine Versammlungen abhalten, wie eine Gemeinde werden“ und sich der Wohltätigkeit widmen.

Zu diesen Feiertagen laden die Bahá'í oft ihre Freunde und Bekannten ein. Das Neujahrsfest wird meistens in einem öffentlichen Saal gefeiert und von zahlreichen Gästen jeden Glaubens besucht. Ort und Zeitpunkt entnehmen Sie bitte jeweils unserem Veranstaltungskalender.

Die Bahá'í-Feiertage für das Jahr 2015 (B.E. 172):

  • Naw-Rúz (Neujahr), 21. März
  • Ridván-Fest (Erklärung Bahá'u'lláhs), 21. April bis 2. Mai
  • Erklärung des Báb, 24. Mai
  • Hinscheiden Bahá'u'lláhs, 29. Mai
  • Märtyrertod des Báb, 10. Juli
  • Geburt des Báb, 13. November
  • Geburt Bahá'u'lláhs, 14. November
  • Tag des Bündnisses, 26. November
  • Hinscheiden 'Abdu'l-Bahás, 28. November

Die Monate im Bahá'í-Kalender werden nach den Eigenschaften Gottes benannt, wie z.B. Glanz, Herrlichkeit, Licht, Herrschaft. Der neunzehnte Monat, der unmittelbar auf die Gastlichkeit der eingeschobenen Tage folgt, ist der Monat des Fastens. Neunzehn Tage lang enthalten sich die Bahá'í von Speise und Trank zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

Das Neunzehntagefest

Zu Beginn eines jeden Bahá'í-Monats halten die Bahá'í das Neunzehntagefest ab.  Es ist eine nicht öffentliche Veranstaltung und bildet den Mittelpunkt des Gemeindelebens.

Es besteht aus drei Teilen: Der erste Teil ist ein geistiger Teil. In einer gemeinsamen Andacht wird gebetet und aus den heiligen Schriften des Glaubens gelesen.

Im zweiten Teil, dem Beratungsteil, berichtet zunächst der Geistige Rat über aktuelle Entwicklungen, Aktivitäten und Pläne und gibt dann Gelegenheit zu einer freien Aussprache. Die Gemeindemitglieder beraten miteinander und es können Vorschläge und Empfehlungen an den Geistigen Rat gegeben werden.

Der dritte Teil dient der Geselligkeit: Es wird ein lockerer Austausch gepflegt und – je nach Mentalität - zuweilen auch gesungen oder getanzt. Dieser Teil gibt den Gemeindemitgliedern Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen und Freundschaften zu vertiefen.

"Kurz gesagt, meine Hoffnung ist, dass das Neunzehntagefest ein starkes Zusammen-gehörigkeitsgefühl unter den Freunden bewirkt und dass es die Gläubigen in das Bündnis der Einheit führt. Wir werden dann so vereinigt sein, dass Liebe und Weisheit sich von diesem Mittelpunkt aus zu allen Gliedern hin verbreiten. Dieses Fest ist ein göttliches Fest. Es ist ein Abendmahl des Herrn. Es zieht die Bestätigung Gottes wie ein Magnet an. Es ist Ursache für die Erleuchtung der Herzen." ('Abdu'l-Bahá)