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14. Mai 2017

Menschenrechtsbeauftragte zur Inhaftierung von Bahá’i in Iran

Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Bärbel Kofler, fordert "die iranische Justiz ...

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29. Oktober 2016

Rat der Religion in Nürnberg gegründet

Einsatz für Toleranz und Völkerverständigung

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Integration durch Einheit in Vielfalt

7. Oktober 2011 - Trotz schlechten Wetters und Fußball-Länderspiel fanden sich ca. fünfzehn interessierte Gäste zum Vortrag von Ario Dehghani aus München über das Verständnis der Bahá’í zum Thema Integration in der AWOthek im Karl-Bröger-Haus ein.

Der Referent erläuterte in seinem etwa 20-minütigen Vortrag zunächst den Einheitsgedanken, der in der Bahá’í-Religion fundamental ist, indem er über die Einheit der Religionen Gottes sprach, die alle aus derselben Quelle entspringen und fortschreitend offenbart werden und stellte einige der einheitsfördernden Prinzipien des Bahá’í-Glaubens dar, wie z.B. Gleichberechtigung von Frau und Mann oder Übereinstimmung von Religion und Wissenschaft.

Das Ziel der Bahá’í-Religion ist die Einheit der Menschheit, eine Einheit in Mannigfaltigkeit, so wie die verschiedenen Blumen eines bunten Gartens:

„Ihr seid alle die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Es rühme sich keiner, dass er sein Land liebt, weit eher, dass er das Menschengeschlecht liebt…“ (Bahá’u’lláh)

Dieser Gedanke müsse zur Inneren Einstellung aller Menschen werden und würde Vorurteile der Rasse, Hautfarbe und Religion beseitigen. Jeder Einzelne sollte sich bemühen, Prinzipien wie Barmherzigkeit, Freundlichkeit und Gerechtigkeit zu leben. Nicht Worte seien entscheidend, sondern Taten.

Abdu’l-Bahá, der Sohn des Stifters der Bahá’í-Religion fordert die Menschen auf:

„Ich bitte euch, denkt nicht nur an euch selbst. Seid freundlich zu den Fremden… Helft Ihnen, sich daheim zu fühlen, erkundigt euch nach ihrer Unterkunft, fragt, ob ihr ihnen nicht irgendeinen Dienst erweisen könnt, und versucht, ihr Leben ein wenig glücklicher zu gestalten… Warum sollten wir überhaupt Ausländer als Fremde behandeln?.. Begnügt euch nicht damit, durch Worte Freundschaft zu erzeigen, lasst eure Herzen in liebevoller Freundlichkeit für alle erglühen, die eure Wege kreuzen.“

Am Ende seines Vortrags berichtete Ario Dehghani, was die Bahá’í auf internationaler und lokaler Ebene praktisch tun, um diese Einheit und Liebe zu fördern. Er verwies darauf, dass die Internationale Bahá’í-Gemeinde beratenden Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der UN (ECOSOC) und beim Weltkinderhilfswerk (UNICEF) hat und eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem UN-Umweltprogramm (UNEP) und dem UN-Entwicklungsfond für Frauen (UNIFEM) zusammenarbeitet. Es gäbe auch verschiedene Projekte zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung, wie z.B. FUNDAEC in Kolumbien.

Auf lokaler Ebene gibt es viele Aktivitäten der Bahá’í gemeinsam mit Menschen anderen Glaubens oder Weltanschauung, wie z.B. Studienkreise, Kinder- und Jugendklassen, Andachtsversammlungen, kleine soziale Projekte und die Mitarbeit im Dialog der Religionen.

Am Schluss gab es noch viele Fragen an den Redner und einen regen Gedankenaustausch unter den Zuhörern bei Tee und Gebäck.  (JS)